Viele Pflegekräfte winken ab, wenn sie das Wort Yoga hören. Keine Zeit, zu müde, kein Platz. Das ist verständlich. Deshalb ist es wichtig zu betonen: Yoga muss nicht eine Stunde am Tag sein. Yoga kann auch fünf Minuten sein.
Eine kurze Morgensequenz vor der Schicht
Bereits fünf bis zehn Minuten sanftes Dehnen am Morgen, bevor der Tag beginnt, können einen spürbaren Unterschied machen. Kreisen Sie langsam die Schultern, dehnen Sie den Rücken in der Katze-Kuh-Bewegung, und nehmen Sie drei bewusste, tiefe Atemzüge. Dieser kurze Moment der Ankommen setzt eine andere Qualität für den gesamten Arbeitstag.
Pause als Praxis
Selbst eine zehnminütige Pause kann zur Yoga-Praxis werden. Setzen Sie sich aufrecht hin, schließen Sie kurz die Augen und atmen Sie fünf Mal tief durch die Nase ein und durch den Mund aus. Lassen Sie die Schultern fallen. Das ist keine Meditation im esoterischen Sinne, sondern gezielte physiologische Regulation.
Yin Yoga nach dem Dienst
Nach einem langen Schichttag ist aktives Sport oft zu viel. Yin Yoga, also das ruhige Halten von Positionen für zwei bis fünf Minuten, wirkt tief ins Bindegewebe und löst gespeicherte Anspannung auf eine Art, die kein anderes Training erreicht. Eine einfache Yin-Sequenz mit Schmetterling, Sphinx und liegender Drehung reicht vollkommen aus.